Der Flax-Kids-Cup und der Zauber des Teamgeists

Am Samstag, den 30.Mai, trafen sich Mitteldeutschlands Rugbyteams zu einem Turnier bei den Leipzig Scorpions. Teilweise als eigene Mannschaft und teilweise in gewohnten Spielgemeinschaften startete für den RC Leipzig die U8, U10, U12 und U14 ins Turnier.

Die U8 bewies von der ersten Sekunde an, dass man nicht groß sein muss, um Großes zu vollbringen. Sie traten als völlig eigenständige Mannschaft an und wirkten auf dem Feld, als hätten sie einen Becher *Felix Felicis* getrunken – das pure Glück schien auf ihrer Seite zu sein. Sie gewannen jedes einzelne ihrer Spiele. Doch es war nicht nur das Glück, das sie leitete, sondern eine fast perfekte Verteidigungskunst. Ihre Tacklings waren so sauber, präzise und furchtlos, dass sie jeden gegnerischen Angriff wie eine unsichtbare Schutzmauer im Keim erstickten.

Auf dem Nebenplatz formierte die U10 eine eingeschworene Gemeinschaft mit den Spielern aus Erfurt. Wie ein perfekt abgestimmtes Team marschierten sie durch die Gruppenphase und ließen ihren Gegnern keine Chance. Erst im Halbfinale riss die Serie: Hier mussten sie sich dem Team aus Velten geschlagen geben. Es war ein bitterer Moment, doch der Stolz über die gezeigte Leistung überwog den kurzen Schmerz bei weitem. Trotz der Niederlage im Halbfinale wurde das Spiel um Platz 3 souverän gewonnen.

Ein wahres Meisterstück lieferte die U12 ab, die sich mit den Scorpions verbündet hatte. Es war, als hätten die Spieler die taktischen Anweisungen der letzten Trainingswoche wie ein tiefes, verinnerlichtes Wissen auf den Platz getragen. Mit einer fast telepathischen Präzision ließen sie den Ball durch die eigenen Reihen wandern. Ihre blitzschnellen Pässe öffneten das Spiel und schickten die Außenspieler auf furiose Sprints in die gegnerische Endzone. Das Ergebnis war eine makellose Bilanz: Sieg in allen Spielen.

Die U14 schließlich stellte sich gemeinsam mit den Sportfreunden aus Gera den älteren Jahrgängen. Auch wenn ihnen das Schicksal am Ende den undankbaren 4. Platz bescherte, war dieses Turnier ein echter Triumph. Im Vergleich zu den vergangenen Wochen war die Mannschaft kaum wiederzuerkennen. Die Abstimmung wirkte reifer, der Kampfgeist größer, und die Entwicklungskurve zeigte nach oben.

Als sich der Staub über dem Spielfeld legte und die Trikots von  Gras gezeichnet waren, blieb vor allem die Gewissheit, etwas Besonderes geleistet zu haben. Ein magischer Dank gilt den unermüdlichen Eltern am Spielfeldrand sowie den Gefährten aus Erfurt, Gera und von den Scorpions. Die Vorbereitungen für das nächste Kapitel laufen bereits – das nächste Training wartet.

PHP Code Snippets Powered By : XYZScripts.com