Starke Leistung von RCL-Kids beim Sanssouci-Pokal

Wenn man an einem warmen Wochenende nach Potsdam fährt, um Rugby zu spielen, könnte man meinen, man käme mit Sonnenbrand, müden Beinen und einer Tasche voller verschwitzter Trikots zurück. Und das stimmt auch. Wer jedoch beim Sanssouci-Pokal dabei war, brachte noch etwas anderes mit nach Hause: Geschichten.

Die Spielgemeinschaft Mitteldeutschland – ein bunter Haufen aus Jena, Erfurt, Halle, Dresden und Leipzig – stapfte bei bestem Sommerwetter auf die Plätze.

Die U10 spielte gegen Mannschaften, die so schnell waren, dass man meinen konnte, sie hätten Rollen unter den Schuhen. Anfangs staunten unsere Spielerinnen und Spieler noch wie Touristen vor dem Brandenburger Tor. Doch dann, mit jedem Spiel, wurden sie mutiger. Sie liefen entschlossener, tackelten beherzter und merkten irgendwann: Geschwindigkeit ist gar nicht so wild, wenn man sich traut, ihr entgegenzulaufen.  Unsere Leipzigerin Ida zeigte dabei gute Tacklings und unsere Wilhelmine belohnte sich bei ihrem ersten Turnierversuch mit einem Treffer.

Die U12 tat es ihnen gleich. Anfangs noch etwas verhalten wie Kinder, die zum ersten Mal allein ein Eis bestellen, fanden sie bald ihren Rhythmus. Die Sonne schien ihnen auf die Schultern und vielleicht war es genau diese Wärme, die sie zusammenschweißte. Jedenfalls spielten sie am Sonntag so klug und geschlossen, dass man meinen konnte, sie hätten nachts heimlich trainiert.

Die U14 schließlich hatte Gegner, die aussahen, als hätten sie schon drei Sommer mehr Rugby gespielt. Doch sie ließen sich nicht einschüchtern. Sie lernten, den Ball schneller zu bewegen, den Kopf oben zu behalten und einander zu vertrauen. Dabei konnte Rio mit einigen Überkicks glänzen, und das Team belohnte sich mit zwei Siegen.

Zwischen den Spielen geschah das, was im Rugby fast genauso wichtig ist wie die Spiele selbst. Kinder aus fünf Städten saßen nebeneinander im Gras, tauschten Trinkflaschen, erzählten Quatsch und schmiedeten Freundschaften. Manche lernten sich beim Anfeuern kennen, andere beim Warten auf ihren Einsatz.  Und irgendwann wusste niemand mehr so genau, wer aus welchem Verein kam. Es war einfach die SG Mitteldeutschland – Punkt.

Am Ende dieses warmen Wochenendes fuhren alle wieder nach Hause. Sie waren müde, glücklich und ein bisschen braun im Gesicht. Hätte man sie gefragt, was das Wichtigste war, hätten sie vielleicht geantwortet: „Dass wir zusammengehalten haben.“ Oder: „Dass wir besser geworden sind.“ Oder ganz einfach: „Dass es schön war.“

Wir danken auch den Eltern, die beim Frühstück halfen, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt, und die mit ihrer entspannten Art das ganze Wochenende leichter machten.

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