Halbfinal-Kantersieg gegen StuSta München

Das war überrraschend. Eigentlich waren die Südstaffel-Mannschaften an diesem Wochenende Favorit, denn fast alle sind sich in ihrer Meinung einig, der Süden wäre klar als stärker einzuordnen. Spätestens seit diesem Wochenende muss darüber erneut befunden werden und das hat vernünftigerweise nicht nur etwas mit dem Ergebnis bei uns in Leipzig zu tun. Aber fangen wir vielleicht mal damit an.

Nun, was ist in Leipzig passiert? Der RCL hat sein Halbfinale gegen StuSta München mit 53:0 gewonnen. Das haben die Hausherren eindrucksvoll erreicht. Aber nachdem man vor Wochenfrist den Fünftplatzierten der Nordstaffel gerade mal so mit 28:22 bezwingen konnte, war das jetzt nicht unbedingt erwartbar. Zugegebenermaßen lief heute ziemlich viel zusammen. Vor allem defensiv geht das in Richtung „Masterclass“. Die Leipziger ließen halt nichts anbrennen und haben ihre beste Saisonleistung für heute aufgespart. 31:0 stand es zur Halbzeit. Leipzig hatte wahnsinnig viel Grund für Euphorie für Halbzeit zwei.

Das Bild änderte sich im zweiten Durchgang keineswegs. Der RCL blieb weiterhin spielbestimmende Mannschaft, aber dies nach wie vor aus der Defensive heraus. Nach vorne hin, trotz einiger sehenswerter Konterangriffe unspektakulär, aber zielorientiert gespielt, während ohne den Ball das Spiel des Gegners aggressiv gestört und mürbe gemacht wurde. Auch die Standards gehörten, bis auf eine kurze Unterzahlphase, den Sachsen und wurden souverän nach Hause gespielt. Drei weitere Versuche in der zweiten Hälfte besorgten den Endstand von 53:0. Sofort nach dem Abpfiff gingen die bangen Blicke Richtung Heusenstamm, wo der Erstplatzierte der Südstaffel (also Heusenstamm) gegen den Zweitplatzierten der Nordstaffel (den Hamburger RC) antreten musste. Bei dieser Partie hätten wohl auch die wenigsten auf einen Erfolg der Hansestädter getippt, aber zum Abpfiff in Leipzig lagen die Hamburger noch vorn und es roch für einen kurzen Augenblick nach Nordfinale in Leipzig. Aber Heusenstamm war hintenraus souveräner, holte die Führung zurück und sicherte sich damit auch den Einzug ins Zweitligafinale gegen unsere Jungs.

Mit dieser Leistung gegen StuSta München können unsere Männer aber selbstbewusst in dieses Finale gehen. Schade, dass wir sie dabei nicht nochmal zu Hause sehen können, aber die Regelung stand schon länger fest. Was nehmen wir aus dem Spiel mit? Vielleicht ist der Norden in der zweiten Liga gar nicht so schwach wie er immer gemacht wird und damit das Finale total offen? Um mit den Worten eines bekannten Münchners zu schließen: „Schau’n wir mal…“

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